Karin Keller

Karin Keller

Karin Keller

Ich bin Karin Keller und bin seit November 2014 im Tragebaby Team.

Eigentlich sprang ich für einen Monat befristet als Trägernäherin ein, aber bei dem sollte es nicht bleiben. So durfte ich nach meinem Wegzug aus der Region als Herrin der Ringe weiter bei Tragebaby arbeiten und nach dem Mutterschaftsurlaub nach der Geburt meiner dritten Tochter begann ich als LueMai Näherin, was ich auch heute noch mit viel Freude mache. Als Gelernte Orthopädieschuhmacherin die schon während der Ausbildung ihre Liebe zum Nähen entdeckt hat, ist es mir auch nicht egal, wie ein Kind getragen wird. Einen Beitrag zu Anatomisch korrektem Tragen beitragen zu dürfen ist mir eine Ehre. So fliegen meine Gedanken denn auch während dem Nähen der Tragen ganz gerne zur künftigen Besitzerfamilie, zu den Stunden, in denen sie das Kind auf sich einbinden können und das Kind diese wohlige, heilende Nähe erfahren darf.

An drei Morgen habe ich die Grosse am Mittagstisch angemeldet und die kleinen Zwei dürfen für einige Stunden zu ihrer Tagesmutter. Diese Ruhe mit dem wohligen Surren der Nähmaschine haben durchaus auch einen erholsamen Aspekt. Aber auch wenn die Kinder am Abend schlafen geniesse ich die Zeit an der Nähmaschine. 

Als eher perfektionistisch veranlagte Person ist das Verarbeiten von Tragetüchern nicht nur einfach. Sobald ich gestreifte Tücher vor mir liegen habe merke ich bereits, wie mein Puls etwas ansteigt - und das nicht nur, weil diese Tücher so toll sind - sondern, weil das Eigenleben, welches die Tücher mit sich bringen einfach seine eigene Dynamik hat. So zählst du präzise die Streifen ab, hast alles präzise ausgemessen, vorbereitet und auch befestigt um dann nähen zu gehen - du nähst - und stellst fest: Es wurde trotzdem schief!

Am schönsten sind dann jeweils die Rückmeldungen der Kundschaft, die erstaunlicherweise meist über den Modellen ist, wo ich beim Nähen am meisten gelitten habe, darüber, wie sehr sie dieses Modell lieben - gerade in den Auswirkungen, die mein Kampf mit dem Tuch hatte.

Es gibt sie schon, diese ganz speziellen Designs, die man sehr gerne selber spazieren geführt hätte. Ehrlicherweise machen aber auch meine Kolleginnen ganz tolle Modelle, die mir zuwinken, dass sie auch mal von mir ausgeführt werden wollen. Meine Favoriten sind pastellige Tragen mit Rüschen und Spitzen. Aber auch solche, die viel aussagen vermögen, wie zum Beispiel „la Tigresse“, die auf den ersten Blick in Nackenstütze, Rückenteil und Träger ganz zart rüber kommt. Mit der Kopfstütze aber, in der ich ein Tigerpanel verarbeitet habe, kommt eine unbeschreibliche Kraft zum Vorschein, die ich dem Tragling, aber auch dem Tragenden wünsche.

Ich liebe es, auch, den Tragen Namen zu geben. Sie sind für mich ein Teil der Gedanken über der Trage. Zugleich finde ich die Forschung zur Bedeutung der Namen sehr interessant

Herzlich, eure Karin